Montag, 15 April 2019 16:28

OUM Finaltag: Die Meister sind gekürt

 

Am letzten Wochenende fand in Brig der letzte Spieltag der aktuellen OUM-Saison statt. Die Junioren, die Damen und Herren A spielten in einer Best-of-Three Serie die Meister aus. Im gleichen Modus kämpften in der Barrage die Teams um den Auf-/Abstieg in der Gruppe A/B sowie Gruppe B/C.
Bei den Herren A gewinnen die Blacknosesheeps gegen den UHC Emd Devils in drei Spielen. Erst in der Verlängerung der dritten Partie krönten sich die Natischer zum Meister. Bei den Damen zeigten die Fletschi Cracks zwei äusserst abgeklärte Leistungen und kürten sich zum verdienten Meister. Auch bei den Junioren herrschte Spannung pur. Der UHC Naters-Brig rot setzt sich in drei Spielen gegen den UHC Bitsch durch. Die Barrage-Spiele waren nicht minder spannend. Während die Narvik Guards schlussendlich souverän die Klasse gegen die Mähdrescher Glis halten konnten (Gruppe B), ziehen die Pfynräuber den Kürzeren gegenüber dem UHC Naters-Brig Academy. Nach einem Jahr in der A-Gruppe treten die Mittelwalliser in der kommenden Saison wieder in der B-Gruppe an.

Herren B / C
Narvik Guards - UHC Mähdrescher Glis 2:0 Serie (8:4 / 5:4)
In der Barrage-Serie zeigten die Narvik Guards ihre ganze Routine. Im teils ungestümen Treiben erwiesen sie sich in den Schlüsselmomenten abgeklärter. Die Mähdrescher, vor allem in Spiel zwei, scheiterten Mal für Mal am gegnerischen Torhüter oder am Gehäuse. Die wenigen Konterchancen die sich Narvik boten, nutzen sie routiniert aus.

Herren A / B
Pfynräuber  - UHC Naters-Brig Academy 1:2 Serie (9:7 / 6:7 / 4:5
Die Auf-/Abstiegsbarrage von der A in die B Gruppe bewies einmal mehr, dass der Graben zwischen der Gruppe A und den Spitzenteams der Gruppe B klein ist. Die Pfynräubern und der UHC Naters-Brig Academy boten Spektakel pur. Die Academy startete furios in die Serie. Rasch führten sie 3:0. Die Pfynräuber ihrerseits blieben ruhig und prompt fiel der Ausgleich noch vor der Halbzeit. Danach entwickelte sich ein munteres Hin und Her mit dem besseren Ende für den A-Vertreter. Im zweiten Spiel bewiesen die Natischer eindrücklich, dass auch mit wenig Ballbesitz ein Spiel zu gewinnen ist. Die Sustner spielführend, scheiterten immer wieder an der massierten Defensive der Academy. Diese ihrerseits nutzen eiskalt ihre Möglichkeiten aus. In Spiel drei dasselbe Bild. Die junge Mannschaft aus Naters gewinnt die immer faire Serie gegen die Pfynräuber und hat sich den Aufstieg mit einer tollen Meisterschaft 2018/2019 verdient. Die Pfynräuber, nur ganz knapp die Playoffteilnahme verpasst, müssen das harte Los der Auf-/Abstiegsbarrage akzeptieren und den Gang in die B-Gruppe antreten.

Junioren
UHC Naters-Brig Rot - UHC Bitsch 2:1 Serie (5:4 / 4:5 / 8:5)
Der UHC Naters-Brig Rot zeigte eine souveräne Qualifikation. Im Finale starteten sie demnach als klarer Favorit. Der UHC Bitsch seinerseits verdiente sich die Finalteilnahme mit zwei souveränen Auftritten im Playoff-Halbfinal. Und beide Mannschaften zeigten Unihockey auf sehr gutem Niveau. In Spiel 1 der Serie wechselte sich die Führung regelmässig ab. Ganz knapp setzten sich die Natischer durch. Die Jungs vom UHC Bitsch zeigten in Spiel 2 nerven aus Stahl. Nach kurzer Zeit lagen die Bitscher 0:3 im Hintertreffen ehe sie sich eindrücklich zurück kämpften. In der Verlängerung erzwangen sie verdientermassen die „Belle“. Dort war es aber der UHC Naters-Brig der von Anfang an den Takt angab. Nach klarer 7:2-Führung liessen die Natischer etwas nach. Die Bitscher wussten dies auszunutzen und kamen wieder gefährlich heran. Doch der Energielevel nach 3 Spielen in zwei Tagen war zu sehr aufgebraucht, um die Tendenz defintiv nochmals umzustossen. Der klare Qualifikationssieger UHC Naters-Brig Rot ist Meister 2018/2019.

Damen
Fletschi Cracks - UHC Naters-Brig 2:0 Serie (7:2 / 8:2)
Diese beiden Teams trennte nach der Qualifikation nur ein einziger Punkt. Trotzdem war die Favoritenrolle klar bei den Ladies der Fletschi Cracks. Die Saaserinnen zeigten dann auch prompt im Finale die besten Saisonleistungen. Die Natischer Damen spielten wie gewohnt ihr Spielsystem. Zu jeder Angriffswelle des UHC Naters-Brig hatten die Fletschi Cracks eine Antwort parat und im Abschluss überzeugten sie einmal mehr mit Kaltblütigkeit im Abschluss. Der Titel ist zweifelsfrei höchst verdient, auch wenn die Resultate nicht ganz die Stärkeverhältnisse widerspiegeln.

Herren A
UHC Embd Devils - Blacknosesheep 1:2 (5:3 / 5:6 / 4:5)
Die Endspiel-Serie der Herren A hielt was sie versprach: Intensität, Spannung und Emotionen. Der neutrale Zuschauer bekam über alle drei Spiele absolut tolles Kleinfeldunihockey zu sehen. Die Devils, bis zum Finale ungeschlagen und souverän auftretend einerseits und andererseits die Blacknosesheep, welche einen regelrechten Steigerungslauf hinlegten. In Spiel eins reichten den Emdern fünf Spielminuten um einen 0:2 Rückstand umzukehren. Danach liessen sie die Blacknosesheep regelrecht auflaufen und brachten den Sieg über die Zeit. Auch Spiel zwei ähnelte sich. Die 4:1 Führung der Schafe war verdient. Doch die Embd Devils kämpften sich auch in diese Partie zurück. Eine Minute vor Schluss gelang ihnen gar der vermeintliche 5:4 Siegtreffer. Die Blacknosesheep steckten aber zu keiner Zeit auf und erzwangen doch noch die Overtime. Hier dauerte es nicht lange ehe ein Schuss aus der Drehung das Spiel entschied. Somit musste die Belle über den Meister entscheiden. Spätestens hier packten die Mannschaften bestes Unihockey heraus. Packende Zweikämpfe, tolle Spielzüge und gefährliche Torchancen auf beiden Seiten machten es zu einem Vergnügen dem Final beizuwohnen. Wie in einem gut geschriebenen Krimi zögerte sich die Entscheidung immer mehr heraus. In der Verlängerung war es dann wieder ein Drehschuss welche die Blacknosesheep zum Meister kürte.

 

Eine tolle Saison ist zu Ende. Die Meister sind gekürt. Die Finalisten boten tolles und faires Unihockey. Die Mannschaften sowie die Oberwalliser Unihockey Meisterschaft entwickelt sich stetig weiter. Die steigende Anzahl Zuschauer, vor allem an den Finaltagen, zeigt, dass sich der Unihockeysport im Oberwallis mehr als etabliert hat. Die OUM verabschiedet sich nun in die verdiente Pause. Ende September werden die Unihockeystöcke wieder gekreuzt.

 

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